Ausbildung zum Besuchshund: Voraussetzungen, Ablauf und Kosten
Ein Besuchshund bringt Freude und Abwechslung in den Alltag von Senioren, Kranken und Menschen mit Behinderung. Doch was steckt hinter der Ausbildung zum Besuchshund und welche Voraussetzungen müssen Hund und Halter erfüllen? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.
Die Ausbildung zum Besuchshund: Ein Wegweiser
Besuchshunde sind treue Begleiter, die in Altenheimen, Krankenhäusern und Schulen für Freude und Entspannung sorgen. Doch bevor ein Hund diese wichtige Aufgabe übernehmen kann, ist eine fundierte Ausbildung unerlässlich. Dieser Artikel beleuchtet alle Aspekte der Ausbildung zum Besuchshund, von den Voraussetzungen über den Ablauf bis hin zu den Kosten.
Was macht einen guten Besuchshund aus?
Nicht jeder Hund ist automatisch für den Besuchsdienst geeignet. Neben einem freundlichen und ausgeglichenen Wesen sind bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten entscheidend:
- Sozialverträglichkeit: Der Hund muss sich mit Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen gut verstehen.
- Gehorsam: Grundkommandos wie "Sitz", "Platz" und "Bleib" müssen zuverlässig ausgeführt werden.
- Toleranz: Der Hund darf sich nicht von ungewohnten Geräuschen, Gerüchen oder Berührungen aus der Ruhe bringen lassen.
- Spielfreude: Ein Besuchshund sollte Freude an Interaktion und Spielen haben, um die Menschen zu aktivieren.
- Ansprechbarkeit: Der Hund muss auf seinen Halter konzentriert und ansprechbar sein, auch in stressigen Situationen.
Voraussetzungen für die Ausbildung
Bevor Sie mit Ihrem Hund die Ausbildung zum Besuchshund beginnen können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:
- Eignungstest: Viele Ausbildungsinstitute führen einen Eignungstest durch, um die grundsätzliche Eignung des Hundes festzustellen.
- Hundeführerschein: Einige Anbieter setzen einen bestandenen Hundeführerschein (z.B. D.O.Q. Test 2.0 oder BHV Hundeführerschein) voraus.
- Gesundheit: Der Hund muss gesund und geimpft sein.
- Haltereignung: Auch der Hundehalter muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie z.B. Verantwortungsbewusstsein, Empathie und die Fähigkeit, den Hund sicher zu führen.
Ablauf der Ausbildung
Die Ausbildung zum Besuchshund besteht in der Regel aus einem theoretischen und einem praktischen Teil:
- Theoretischer Teil: Hier lernen Sie alles Wichtige über die Bedürfnisse von Menschen in verschiedenen Einrichtungen, Hygienevorschriften, Kommunikation mit den Besuchten und rechtliche Aspekte.
- Praktischer Teil: Im praktischen Teil üben Sie mit Ihrem Hund verschiedene Übungen, die im Besuchsdienst relevant sind. Dazu gehören z.B. das ruhige Verhalten in ungewohnten Situationen, das Akzeptieren von Berührungen und das Ausführen von Kommandos unter Ablenkung.
- Praxiseinsätze: Viele Ausbildungsinstitute bieten Praxiseinsätze in реаlen Einrichtungen an, um das Gelernte zu festigen.
Dauer und Kosten der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung variiert je nach Anbieter und Vorkenntnissen. In der Regel dauert sie zwischen 6 und 12 Monaten und umfasst ca. 30 Unterrichtseinheiten. Die Kosten für die Ausbildung liegen durchschnittlich zwischen 500 und 2500 Euro. Es ist ratsam, verschiedene Angebote zu vergleichen und auf die Qualität der Ausbildung zu achten.
Wo kann man die Ausbildung absolvieren?
Es gibt zahlreiche Anbieter für die Ausbildung zum Besuchshund, darunter Hundeschulen, Vereine und private Institute. Einige Beispiele sind:
- Johanniter
- Vierbeiner Academy
- Hundeschule am Schlosspark
- Martin Rütter DOGS
- ASB (Arbeiter-Samariter-Bund)
- Malteser
- Hundezentrum MOSEL DOGS
Informieren Sie sich gründlich über die verschiedenen Angebote und wählen Sie einen Anbieter, der Ihren Bedürfnissen und den Bedürfnissen Ihres Hundes entspricht.
Fortbildungen und Qualitätsstandards
Auch nach der abgeschlossenen Ausbildung ist es wichtig, sich regelmäßig fortzubilden und die eigenen Fähigkeiten aufzufrischen. Viele Organisationen bieten Fortbildungen für Besuchshundeteams an. Achten Sie außerdem auf Qualitätsstandards und Zertifizierungen, um sicherzustellen, dass die Ausbildung den Anforderungen entspricht.
Fazit
Die Ausbildung zum Besuchshund ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die sowohl dem Hund als auch dem Halter viel Freude bereiten kann. Mit der richtigen Vorbereitung, einer fundierten Ausbildung und regelmäßiger Fortbildung können Sie und Ihr Hund einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden anderer Menschen leisten.