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Hunde Tränenflecken entfernen: 7 einfache Schritte für saubere Augen

Lukas Fuchs vor 1 Monat Hunde Pflege und Hygiene 3 Min. Lesezeit

Tränenflecken sind ein häufiges Problem – besonders bei hellen Hunderassen. Dieser praxisnahe Ratgeber erklärt Ursachen, sichere Reinigungsmethoden und Vorbeugung, damit das Gesicht Ihres Vierbeiners wieder gepflegt aussieht.

Was sind Tränenflecken und wie entstehen sie?

Tränenflecken sind rötlich-braune Verfärbungen im Fell rund um die Augen. Sie entstehen, wenn Tränenflüssigkeit dauerhaft mit dem Fell in Kontakt kommt. Die Verfärbung entsteht durch eine Kombination aus Tränenflüssigkeit, Bakterien und Oxidation. Bei Hunden mit hellem Fell fallen die Flecken besonders stark auf. Ursachen können anatomische Faktoren (z. B. tiefliegende Augen), Allergien, verengte Tränenwege, Augenentzündungen oder Fremdkörper sein.

Wann sollte man zum Tierarzt?

Vor einer intensiven kosmetischen Behandlung sollten ernsthafte Ursachen ausgeschlossen werden. Vereinbaren Sie einen Tierarzttermin, wenn Ihr Hund:

  • anhaltend tränende, gerötete oder geschwollene Augen hat,
  • häufig reibt oder kratzt,
  • eitrigen oder stark riechenden Ausfluss zeigt,
  • plötzlich neue oder asymmetrische Tränenflecken entwickelt.

Der Tierarzt kann Tränenkanäle prüfen, Allergien testen und Infektionen behandeln.

Sichere Schritte zum Reinigen

Folgen Sie dieser einfachen Routine, um Flecken sanft und effektiv zu reduzieren:

  1. Vorbereiten: Sammeln Sie weiche Wattepads, sterile Kochsalzlösung oder eine spezielle Augenreinigungslösung für Hunde, eine weiche Bürste und gegebenenfalls ein enzymatisches Reinigungsprodukt.
  2. Sanftes Abwischen: Befeuchten Sie ein Wattepad mit lauwarmer Kochsalzlösung und wischen Sie vorsichtig vom inneren Augenwinkel nach außen. Verwenden Sie pro Seite ein frisches Pad, um Keime nicht zu verschleppen.
  3. Hartnäckige Beläge: Bei getrocknetem Sekret weichen Sie das Fell kurz mit der Lösung ein, danach lassen sich Krusten leichter entfernen. Vermeiden Sie starkes Ziehen.
  4. Enzymatische Reiniger: Spezielle Tropfen oder Lösungen mit Enzymen lösen Verfärbungen, ohne die Haut zu reizen. Tragen Sie nach Anleitung auf und lassen Sie die Lösung kurz einwirken, dann sanft abwischen.
  5. Fellpflege: Schneiden Sie bei Bedarf vorsichtig lange Haare um die Augen (nur mit geeigneter Schere oder beim Groomer), damit Tränen nicht länger am Fell haften bleiben.
  6. Regelmäßigkeit: Reinigen Sie die Augenpartie täglich oder mehrmals pro Woche, je nach Bedarf. Kurzfristige Pflege reduziert das Risiko dauerhafter Verfärbungen.
  7. Pflegeprodukte: Verwenden Sie nur für Hunde zugelassene Produkte. Haushaltsmittel wie alkoholfreie Reinigungstücher sind im Notfall möglich, sollten aber nicht regelmäßig eingesetzt werden.

Welche Produkte helfen wirklich?

  • Augenreinigungslösungen (Kochsalz- oder speziell formuliert): Sanft und sicher bei täglicher Anwendung.
  • Enzymatische Tränenflecken-Entferner: Lösen organische Rückstände und sind für empfindliche Haut geeignet.
  • Feuchte Reinigungstücher für Hunde: Praktisch unterwegs, aber nicht für dauerhafte Hautpflege empfohlen.
  • Spezielles Shampoo: Kann bei großflächigen Verfärbungen helfen – nur sparsam und nicht direkt in die Augen benutzen.

Achten Sie auf pH-neutrale, parfümfreie Produkte und lesen Sie Bewertungen sowie Inhaltsstoffe. Bei Unsicherheit: Rücksprache mit dem Tierarzt oder Groomer.

Hausmittel: Was funktioniert, was ist riskant?

Einige Hausmittel werden häufig empfohlen, sind aber unterschiedlich wirksam und teils riskant:

  • Silberwasser (kolloidales Silber): Manche berichten von sichtbarer Aufhellung, doch wissenschaftliche Belege sind begrenzt. Langfristige Verwendung kann Hautreizungen fördern.
  • Zitronensaft oder Wasserstoffperoxid: Nicht geeignet – reizt die empfindliche Augenregion und kann Haut und Augen schädigen.
  • Kochsalzlösung: Sicher und oft ausreichend für die tägliche Reinigung.

Grundregel: Keine aggressive Chemie in der Augenpartie. Wenn ein Hausmittel hilft, beobachten Sie Haut und Auge genau und stoppen Sie bei Rötung oder Irritation.

Vorbeugung: So lassen sich neue Flecken vermeiden

  • Regelmäßige Pflege: Tägliches Abwischen verhindert Ablagerungen.
  • Fell kürzen: Langes Gesichtsfell um die Augen entfernt Ansammlungsflächen.
  • Fütterung prüfen: Bei manchen Hunden hilft eine Umstellung auf hochwertiges Futter oder hypoallergenes Futter gegen übermäßiges Tränen.
  • Allergien managen: Pollen, Hausstaub oder Futtermittel können Augen reizen – Allergietests und gezielte Maßnahmen helfen.
  • Augengesundheit überwachen: Regelmäßige Checks beim Tierarzt frühzeitig Probleme erkennen.

Wann professionelle Hilfe nötig ist

Suchen Sie professionelle Hilfe, wenn die Tränen unbedingt ein Symptom einer Erkrankung sind oder kosmetische Maßnahmen nicht ausreichen. Mögliche Behandlungen beim Tierarzt oder Spezialisten:

  • Spülung oder Operation bei verstopften Tränenwegen,
  • Medikamentöse Behandlung bei bakteriellen oder viralen Infektionen,
  • Allergietherapie oder Ernährungsumstellung,
  • Regelmäßiges professionelles Grooming für problematische Rassen.

Kurzes FAQ

Wie oft sollte ich die Augen sauber machen?
Bei anfälligen Hunden täglich, sonst 2–3-mal pro Woche. Beobachten Sie die individuelle Neigung zu Verfärbungen.

Kann ich Flecken dauerhaft entfernen?
Viele Flecken lassen sich deutlich reduzieren, bei manchen Hunden kehren sie jedoch zurück, solange die Ursachen bestehen.

Ist Bleichen des Fells sicher?
Niemals: Bleichmittel sind in der Augenregion gefährlich. Konzentrieren Sie sich auf schonende Reinigung und medizinische Klärung.

Fazit

Mit sanfter, regelmäßiger Pflege, passenden Produkten und der Abklärung möglicher medizinischer Ursachen lassen sich Tränenflecken sichtbar reduzieren. Beginnen Sie mit einer schonenden Reinigungsroutine, wählen Sie pH-neutrale Produkte und holen Sie bei Auffälligkeiten tierärztlichen Rat ein. So bleibt das Gesicht Ihres Hundes sauber und die Augen bleiben gesund.

Weitere Informationen und Produktempfehlungen finden Sie bei Ihrem Tierarzt, professionellen Groomern oder auf vertrauenswürdigen Fachseiten zur Haustierpflege.

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