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Welches Gemüse bei Übersäuerung beim Hund hilft: Basenbildende Tipps, Zubereitung & Dosierung

Lukas Fuchs vor 1 Woche Pflanzen für Haustiere und deren Ernährung 3 Min. Lesezeit

Ist Ihr Hund müde, frisst Gras oder hat wiederkehrende Magenprobleme? Eine leicht gestörte Säure-Basen-Balance kann dahinterstecken. In diesem Artikel erfahren Sie, welches Gemüse bei Übersäuerung beim Hund sinnvoll ist, wie Sie es richtig zubereiten und wann Sie besser zum Tierarzt gehen sollten.

Warum Übersäuerung beim Hund? Kurz erklärt

Bei einer sogenannten Übersäuerung (Störung der Säure-Basen-Balance) kann der Hund Symptome wie Appetitverlust, vermehrtes Grasfressen, Übelkeit bzw. Erbrechen, Mundgeruch, Durchfall oder allgemeine Schlappheit zeigen. Ursachen sind häufig proteinreiche Ernährung, Stress, zu wenig Flüssigkeit, Verdauungsstörungen oder Begleiterkrankungen. Eine kurzfristige Ernährungsumstellung mit basenbildenden Lebensmitteln kann helfen, leichtere Ungleichgewichte auszugleichen — bei starken oder anhaltenden Symptomen bitte immer den Tierarzt aufsuchen.

Was bedeutet „basenbildend“?

Lebensmittel werden im Körper stofflich so verstoffwechselt, dass sie Säuren oder Basen hinterlassen. "Basenbildende" Gemüse können helfen, die überschüssige Säure zu puffern und den pH-Wert wieder auszugleichen. Das heißt nicht, dass sie Medikamente ersetzen — sondern dass sie die Ernährung sanft unterstützen können.

Welches Gemüse bei Übersäuerung Hund: die besten Kandidaten

Die folgenden Gemüsesorten gelten als basenbildend und sind für die meisten Hunde gut verträglich, wenn sie richtig zubereitet und in angemessener Menge gegeben werden:

  • Möhren (Karotten) – Reich an Ballaststoffen und Vitaminen, beruhigen oft den Magen. Roh gerieben oder kurz gedünstet anbieten.
  • Kürbis – Besonders Hokkaido oder Butternut: leicht verdaulich, bindet überschüssige Flüssigkeit bei Durchfall und wirkt basisch.
  • Zucchini – Wasserreich, schonend für den Magen, gut gekocht oder gedünstet.
  • Süßkartoffel – Nährstoffreich und bekömmlich; vorher weich garen.
  • Kartoffel (gekocht) – In Maßen gut verträglich; nur gekocht, niemals roh verfüttern (giftige Solanine).
  • Kohlrabi – Mild im Geschmack, gekocht leichter verdaulich als roh.
  • Fenchel – Beruhigt den Magen, fördert die Verdauung; in kleinen Mengen roh oder gekocht.
  • Sellerie (Stangensellerie) – Kann unterstützend wirken; am besten fein gehackt oder püriert.
  • Blattsalate (Rucola, Kopfsalat) – Wasserreich und basenbildend; nur in kleinen Mengen und gut gewaschen.
  • Petersilie und Kräuter (Brennnessel, Löwenzahn in kleinen Mengen) – Als Ergänzung sehr sinnvoll, da sie basische Wirkung haben und die Verdauung unterstützen.

Gemüse, das Sie vermeiden sollten

  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch: toxisch für Hunde und niemals bei Übersäuerung verwenden.
  • Rohes Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen): können Blähungen und Verdauungsprobleme verursachen.
  • Rohe Kartoffeln: enthalten Solanine und sind giftig.
  • Avocado, Trauben, Rosinen, Rhabarber: ebenfalls giftig bzw. ungeeignet.

Wie bereite ich das Gemüse richtig zu?

Die Zubereitung entscheidet oft über die Verträglichkeit:

  • Schonend garen: Dünsten oder Kochen macht Gemüse leichter verdaulich und reduziert Blähstoffe.
  • Pürieren oder sehr fein reiben: Besonders bei kleinen oder empfindlichen Hunden besser als große Stücke.
  • Ohne Gewürze: Kein Salz, Zucker, Butter, Zwiebel- oder Knoblauchgewürze.
  • Wasser nutzen: Das Kochwasser (ohne Salz) enthält Mineralien und kann als lauwarmer „Gemüse¬brühe“ gegeben werden, um den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen.

Dosierung: Wie viel Gemüse ist sinnvoll?

Als grobe Orientierung (immer individuell anpassen):

  • Kleine Hunde (unter 10 kg): 1–2 Teelöffel püriertes Gemüse pro Mahlzeit als Ergänzung.
  • Mittlere Hunde (10–25 kg): 1–2 Esslöffel pro Mahlzeit.
  • Große Hunde (über 25 kg): bis zu 3–4 Esslöffel pro Mahlzeit bzw. insgesamt bis zu 10 % der Tagesration in Form von Gemüse.

Wichtig: Neue Gemüse langsam einführen und Verträglichkeit beobachten. Bei Blähungen, Durchfall oder Erbrechen die Menge reduzieren und ggf. absetzen.

Einfache Rezeptideen bei Übersäuerung

  • Kürbis-Möhren-Püree: Hokkaido dämpfen, Karotten weichkochen, zusammen pürieren. 1–2 EL zum Futter geben.
  • Gemüsebrühe: Karotten, Zucchini, Sellerie kurz kochen, Brühe abseihen und lauwarm geben (ohne Salz).
  • Fencheltee (abgekühlt): Ein milder Fenchelaufguss in kleiner Menge kann die Verdauung unterstützen.

Wann zum Tierarzt?

Leichte, kurzzeitige Symptome können oft mit Diätanpassung verbessert werden. Suchen Sie aber sofort tierärztliche Hilfe, wenn Ihr Hund:

  • anhaltend erbricht, blutigen Durchfall hat oder sehr lethargisch ist,
  • deutlich mehr oder weniger frisst/trinkt,
  • plötzlich Gewicht verliert oder starke Schmerzen zeigt,
  • Vorerkrankungen (z. B. Nieren- oder Leberprobleme) hat — hier ist eine Ernährungsumstellung nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt sinnvoll.

Fazit

Welche Gemüse bei Übersäuerung Hund helfen, hängt von Ursache und Verträglichkeit ab. Basenbildende Gemüsesorten wie Karotten, Kürbis, Zucchini, Süßkartoffeln und Fenchel sind gute erste Helfer. Wichtig sind schonende Zubereitung, dosierte Portionen und Beobachtung der Reaktion. Bei Unsicherheit oder ernsthaften Symptomen immer den Tierarzt hinzuziehen.

Weiterführende Informationen finden Sie bei veterinärmedizinischen Ratgebern und auf Seiten wie Vetura oder allgemeinen Hundeernährungsseiten. Dieser Text ersetzt keine tierärztliche Beratung.

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