Schwierige Hunde abgeben: Ein Leitfaden für verantwortungsvolle Entscheidungen
Die Entscheidung, einen Hund abzugeben, ist nie leicht, insbesondere wenn es sich um einen schwierigen Hund handelt. In diesem Artikel erfährst du, wie du in einer solchen Situation richtig handelst und welche Optionen dir zur Verfügung stehen.
Einleitung
Wenn du dich in der Situation befindest, einen schwierigen Hund abzugeben, kann dies emotional sehr belastend sein. Viele Hundebesitzer stehen vor Herausforderungen, die sie nicht alleine meistern können. Zunächst ist es wichtig zu verstehen, was einen Hund als "schwierig" klassifiziert und welche Schritte du unternehmen kannst, um das Beste für dich und deinem tierischen Freund zu erreichen.
Was sind schwierige Hunde?
Schwierige Hunde sind oft solche, die aufgrund von Verhaltensproblemen oder speziellen Bedürfnissen schwer zu betreuen sind. Dazu gehören unter anderem:
- Hunde mit Angststörungen
- Aggressive Hunde
- Hunde mit hohem Energielevel, die viel Auslauf benötigen
- Traumatisierte Hunde, die durch frühere Erfahrungen belastet sind
Die Gründe für diese Schwierigkeiten können vielfältig sein, von falscher Erziehung über unzureichende Sozialisation bis hin zu gesundheitlichen Problemen.
Der schmerzhafte Prozess der Abgabe
Wenn der Entschluss steht, den Hund abzugeben, ist es wichtig, dies verantwortungsvoll zu tun. Hier sind einige Schritte, die du beachten solltest:
- Selbstreflexion: Überlege, warum du den Hund abgeben möchtest. Gibt es Lösungen für seine Probleme? Vielleicht kannst du durch Training oder Verhaltenstherapie eine Besserung erreichen.
- Professionelle Hilfe: Konsultiere einen Hundetrainer oder Verhaltensspezialisten, um die Probleme des Hundes zu verstehen und mögliche Ansätze zur Verbesserung zu finden.
- Freunde und Familie: Überlege, ob jemand in deinem Freundes- oder Familienkreis bereit ist, den Hund zu übernehmen. Oft fühlen sich Menschen wohler, wenn sie Wissen um die Vorgeschichte des Hundes haben.
- Tierschutzorganisationen: Wenn kein anderer Weg mehr möglich ist, kontaktiere lokale Tierschutzvereine oder Organisationen, die sich auf schwierige Hunde spezialisiert haben. Viele Organisationen sind darauf ausgerichtet, solchen Hunden zu helfen und sie auf ein besseres Leben vorzubereiten.
Hilfe von Tierschutzorganisationen
Es gibt viele Vereine und Einrichtungen, die sich mit schwierigen Hunden beschäftigen. Einige der bekanntesten sind:
- Schwierige Felle e.V.: Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hunden zu helfen, die oft als unüberwindbar gelten.
- Teufels Hunde: Sie kümmern sich um aggressive Hunde, die in anderen Umständen möglicherweise nicht mehr vermittelt werden können.
- Ausrangiert und Abgeschoben e.V.: Dieser Verein bietet Unterstützung für Besitzer von Abgabehunden und hilft, die richtige Lösung zu finden.
Rechtliche Aspekte bei der Abgabe
Bei der Abgabe eines Hundes gibt es auch rechtliche Überlegungen. In Deutschland ist das Halten eines Hundes mit rechtlichen Pflichten verbunden. Du solltest sicherstellen, dass:
- Der Hund ordnungsgemäß registriert ist
- Alle erforderlichen Impfungen durchgeführt wurden
- Ein schriftlicher Vertrag für die Abgabe erstellt wird, um sicherzustellen, dass der Hund gut betreut wird
Alternativen zur Abgabe
Falls eine Abgabe des Hundes nicht zwingend notwendig ist, gibt es verschiedene Alternativen, die die Situation verbessern können:
- Training & Verhaltenstherapie: Professionelles Training kann oft Wunder wirken und Verhaltensprobleme beheben.
- Hundeausführer: Wenn du wenig Zeit hast, könnte ein Hundesitter oder Hundeausführer helfen, dem Hund die nötige Bewegung zu geben.
- Soziale Kontakte: Hundeschulen und Hundetreffen können helfen, die Sozialisierung zu fördern.
Fazit
Die Entscheidung, einen schwierigen Hund abzugeben, ist nie einfach, sollte jedoch mit Bedacht und Verantwortung getroffen werden. Informiere dich gründlich, bevor du handelst, und ziehe alle Möglichkeiten in Betracht, um deinem vierbeinigen Freund zu helfen. Letztendlich wollen wir alle das Beste für unsere Hunde und sollten für ihr Wohl einstehen, auch wenn das bedeutet, Unterstützung in Anspruch zu nehmen oder sie an eine geeignete Organisation zu übergeben.