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Dürfen Hunde Kichererbsen? So fütterst du sie sicher und sinnvoll

Lukas Fuchs vor 3 Wochen Ernährung und Gesundheit von Hunden 3 Min. Lesezeit

Kichererbsen sind in vielen Küchen ein beliebter Vollkorn-Ersatz – doch wie sieht es mit dem Futternapf aus? Dieser Ratgeber erklärt, ob und wie du deinem Hund Kichererbsen geben kannst, welche Vorteile und Risiken es gibt und wie du sie richtig zubereitest.

Viele Hundebesitzer fragen sich: Hund Kichererbsen — ja oder nein? Die kurze Antwort lautet: Ja, Hunde dürfen Kichererbsen, aber nur richtig zubereitet und in Maßen. In diesem Artikel erfährst du, welche Nährstoffe Kichererbsen liefern, worauf du achten musst und wie du sie gesund in die Hundeernährung integrierst.

Warum überhaupt Kichererbsen für Hunde?

Kichererbsen sind pflanzliche Eiweiß- und Ballaststoffquellen und enthalten außerdem Vitamine (z. B. B-Vitamine), Mineralstoffe (Eisen, Magnesium) und komplexe Kohlenhydrate. Für Hunde, die aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen weniger tierisches Eiweiß bekommen oder als gelegentliche Abwechslung im Futter, können Kichererbsen eine sinnvolle Ergänzung sein.

Nährwerte & potenzielle Vorteile

  • Protein: Pflanzliches Eiweiß unterstützt die Muskulatur, ersetzt aber nicht vollständig hochwertiges tierisches Eiweiß.
  • Ballaststoffe: Fördern eine gesunde Verdauung, können aber bei zu viel Blähungen oder Durchfall verursachen.
  • Vitamine & Mineralstoffe: Tragen zu einer ausgewogeneren Nährstoffversorgung bei.
  • Langsame Kohlenhydrate: Sorgen für länger anhaltende Energie, sollten aber bei Übergewicht oder Diabetes eingeschränkt werden.

Wichtig: Niemals roh füttern

Rohe Kichererbsen enthalten natürliche Substanzen (sogenannte Antinährstoffe/Proteinverbindungen), die die Verdauung belasten oder Unwohlsein auslösen können. Durch ausreichendes Einweichen und vor allem gründliches Kochen werden diese Stoffe weitgehend inaktiviert. Deshalb: nur gekocht oder gut zubereitet füttern.

Risiken und Vorsichtsmaßnahmen

  • Blähungen und Verdauungsstörungen: Bei ungewohnter Fütterung können Hunde gasbildend reagieren. Klein anfangen und beobachten.
  • Allergien: Hülsenfrüchte können – wie andere Lebensmittel – Unverträglichkeiten auslösen. Auf Hautveränderungen, Juckreiz, Durchfall oder Erbrechen achten.
  • Kalorien & Kohlenhydrate: Bei übergewichtigen oder diabetischen Hunden nur geringe Mengen, da Kichererbsen stärkehaltig sind.
  • Zubereitungsfallen: Kein Hummus, keine Gewürze, kein Salz, keine Zwiebeln/Knoblauch in oder zu Kichererbsen geben – diese sind für Hunde schädlich.

So bereitest du Kichererbsen für den Hund richtig zu

  1. Getrocknete Kichererbsen über Nacht (8–12 Stunden) in reichlich Wasser einweichen.
  2. Abgießen und mit frischem Wasser in einem Topf aufkochen, dann 45–90 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, bis sie sehr weich sind. Im Schnellkochtopf sind 15–30 Minuten meist ausreichend.
  3. Canned: Fertig gekochte Kichererbsen aus der Dose sind praktikabel – aber auf Zutatenliste achten. Keine Zusätze wie Salz, Zwiebeln/Gewürze oder Konservierungsmittel. Dosenware gut abspülen, um überschüssiges Salz zu entfernen.
  4. Vor dem Füttern pürieren oder gut zerdrücken, besonders bei kleinen Hunden, um Erstickungs- und Gasbildungsrisiken zu reduzieren.

Portionsgrößen – wie viel ist erlaubt?

Es gibt keine feste Regel, da Größe, Aktivität und Gesamtfutterplan des Hundes entscheidend sind. Als grobe Orientierung:

  • Kleine Hunde (z. B. Chihuahua, Dackel): 1–2 Teelöffel gekochte Kichererbsen als Snack oder gemischt ins Futter.
  • Mittlere Hunde (z. B. Beagle, Cocker): 1–3 Esslöffel.
  • Große Hunde (z. B. Labrador, Schäferhund): 1/4–1/2 Tasse.

Diese Mengen gelten als gelegentliche Ergänzung (einige Male pro Woche). Sie sollten maximal etwa 5–10 % der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen, sonst können sie das Nährstoffgleichgewicht stören.

Praktische Fütterungs-Ideen

  • Einfach: Gekochte, abgekühlte und pürierte Kichererbsen unter das normale Nass- oder Trockenfutter mischen.
  • Rezeptidee: "Kichererbsen-Gemüse-Puree" – Kichererbsen mit gegartem Karotten- und Kürbis-Püree mischen. Keine Gewürze!
  • Vegane Alternativen: In veganen oder hypoallergenen Rezepten können Kichererbsen als Proteinquelle eingesetzt werden, aber achte auf eine vollständige Nährstoffversorgung (ergänzende Supplemente können nötig sein).

Wann solltest du keine Kichererbsen füttern?

  • Bei bekannten Hülsenfrucht-Allergien oder Unverträglichkeiten.
  • Bei akutem Magen-Darm-Infekt oder nach Operationen, wenn fett- und ballaststoffarme Kost empfohlen wird.
  • Bei stark übergewichtigen oder schlecht eingestellten Diabetikern nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

Auf Symptome achten – wann zum Tierarzt?

Stoppe die Gabe sofort und kontaktiere den Tierarzt, wenn dein Hund nach dem Verzehr auffällige Symptome zeigt: anhaltendes Erbrechen, starker Durchfall, Blähungen mit Unwohlsein, Atemprobleme oder allergische Reaktionen wie Schwellungen und Juckreiz.

Weiterführende Quellen

Für tiefergehende Informationen kannst du die folgenden deutschsprachigen Beiträge lesen: Altudog – Welche Lebensmittel eignen sich für Hunde, Meisterbarf – Dürfen Hunde Kichererbsen essen? oder Focus Praxistipps.

Fazit

Kichererbsen können für viele Hunde eine gesunde, ballaststoff- und proteinreiche Ergänzung sein, wenn sie richtig zubereitet und in angemessenen Mengen gefüttert werden. Achte auf sorgfältiges Kochen oder klares Abspülen von Dosenerzeugnissen, vermeide Gewürze (besonders Zwiebel/Knoblauch) und beobachte deinen Hund nach der Einführung neuer Lebensmittel. Bei Unsicherheit oder speziellen Gesundheitsproblemen ist die Rücksprache mit dem Tierarzt oder einer Ernährungsfachperson für Hunde immer ratsam.

Wenn du möchtest, schreibe ich dir ein passendes Rezept oder einen Futterplan, angepasst an die Größe und den Gesundheitszustand deines Hundes.

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